Poetry Slammer Lars Ruppel zu Gast an der FOS und BOS Rosenheim

_“Grenzerfahrung Sprache“ macht Schule“_ Das vierte Rosenheimer Gespräch des Evangelischen Bildungswerks Rosenheim-Ebersberg führte kürzlich Niels Beintker, vom Bayrischen Rundfunk an der FOS und BOS Rosenheim und begeisterte damit nicht nur das junge Publikum.

%TWISTY{showlink=“Mehr …“ hidelink=“Schließen“}%Rosenheim: Über 300 begeisterte Zuhörer erlebten in der bis auf den letzten Platz gefüllten Aula, wie Niels Beintker vom Bayrischen Rundfunk durch seine lockere und begeisternde Gesprächsführung Lars Ruppel animierte, mit Witz und Intellekt auf die gestellten Fragen einzugehen. Durch seine Erzählungen über sein vielfältiges Engagement, sowohl im sprachlichen, sozialen und gesellschaftlichen Bereich und seine faszinierende Art der Performance zog er alle Besucher in seinen Bann. Es war egal, ob er von seinem Demenzprojekt oder seinem internationalen Engagement für die Goethe Gesellschaft im Sudan oder Libanon erzählte. Immer kamen Inhalt und Humor in ausgewogener Weise an. Spätestens bei seinem Klassiker „Alter Schwede“stand das Publikum Kopf, sodass viele die Gelegenheit nutzten, ein Buch am Tisch der Buchhandlung Beer zu kaufen, um es gleich von ihm bei einem kurzen persönlichen Gespräch signieren zu lassen.

_“In meinem Heimatort gab es nur Steine und Worte“_, wies das Sprachtalent vorab auf seine Anfänge als Poetry Slammer hin. So verfasste er bereits mit neun Jahren sein erstes Gedicht, dessen Humor die Zuhörer sogleich begeisterte. Dass seine Wortgewalt aber nicht unterhaltend allein, sondern auch politisch versiert und nicht zuletzt heilsam ist, war eine vielfach neue Erfahrung für die begeisterten Zuhörer. So animierte _“Larse“_, wie er sich selbst gerne nennt, durch seine gewinnenden Worte das Publikum, sich selbst rhythmisch einzubringen, zum Beispiel, als er aus seinem neusten Buch _“Holger, die Waldfee“_ vortrug. Seine besondere Sicht auf die Sprache wurde unter anderem deutlich, als er aus seiner Erfahrungen als _“Motivationstrainer“_ schöpfte, nach dem Motto _“Ich weiß, dass ich nichts weiß“_ , ganz wie ein Pinguin. Berührend erzählte er nicht zuletzt von seinem Demenzprojekt “Weckworte” und vermittelte dem Publikum sein Einfühlungsvermögen als Philanthrop, mit dem er Menschen begegnet, denen vielfach nur der Augenblick bleibt. So rührte er die Zuhörer eben nicht allein durch seine humoristischen Gedanken zu Tränen.

Die Rosenheimer Gespräche finden jährlich, mit Unterstützung der Sparkassenstiftung Zukunft, jeweils in einer Rosenheimer Schule statt, aus Anlass der ökumenischen Friedensdekade diesmal an der FOS und BOS Rosenheim. Nach Liao Yiwu, Navid Kermani und Greta Taubert war dieses Jahr also kein _“Papier-Poet“_ , sondern ein „Bühnen-Poet“ Gast. Wie Ruppel es formulierte „Es ist eben ein Unterschied, ob ich ein Gedicht zum Lesen oder Vortragen schreibe.“ – dass er beides beherrscht, hat er an diesem Abend allen Zuhörern gekonnt vermittelt.%IMAGEGALLERY{size=“medium“ limit=“10″ include=“20151115-PoetrySlamLarsRuppel*“}%%ENDTWISTY%