Donnerstagsvortrag zur Geschichte der Quantentheorie (Mythen & Fakten)

Die Fachschaft Physik organisiert am 13. Februar 2020 um 15:30 Uhr im Raum E16 einen ganz besonderen Donnerstagsvortrag zur Umsetzung des neuen Lehrplans Physik in der 13.-ten Jahrgangsstufe und konnte dafür einen besonders hochkarätigen Sprecher gewinnen. Interessierte Schüler und Lehrer sind hierzu herzlich eingeladen (Referent: Herr Dr. Oliver Passon)!

Herr Dr. Oliver Passon, promovierter Teilchenphysiker aus der Arbeitsgruppe Physik der Universität Wuppertal und Autor zahlreicher Artikel und Bücher zu besonderen Themen der Quanten- und Teilchenphysik, wird in seinem Vortrag viele der gängigen Darstellungen und Anekdoten zur Quantenphysik analysieren, im historischen Kontext darstellen und gegebenenfalls zurecht rücken: Die Geschichte der Quantentheorie: Mythen und Fakten

Das Fach Physik hat eine weitgehend ahistorische Lehrtradition. Die Einbeziehung historischer Aspekte reduziert sich dadurch in der Regel auf anekdotische Bemerkungen und stellt die Physik- Geschichte häufig als zwangsläufige Entwicklung zum aktuellen Wissensstand dar.

Whitaker (1979) hat für diese „Mythen“ den Begriff der „quasi history“ geprägt. Der Vortrag stellt kurz das Konzept der Quasi-Geschichte vor und diskutiert die typischen Lehrbuchdarstellungen der Quantentheorie (1900-1923) als Fallstudie. Es zeigt sich, dass hier neben historischen auch fachliche Ungenauigkeiten bzw. Fehler auftreten. Der Vortrag versucht, diese zu korrigieren!

Nach einer kurzen Pause im Anschluss an den Vortrag, wird Herr Dr. Passon mit dem interessierten Publikum zusammen einen Text, des für seine hervorragende Wissenschaftsprosa bekannten Physikers Erwin Schrödinger, analysieren und in den historischen und wissenschaftlichen Kontext einbetten. Diese Art der Textarbeit stellt ein Novum im Schulfach Physik dar.