Nachdem Niels Bohr 1913 die Energielevels des Wasserstoffatoms mithilfe der Quantisierung von klassischen (Kreis)Bahnen erklären konnte, versuchten sich die Physiker mit ähnlichen Methoden am Heliumatom und scheiterten. Der spätere Chemienobelpreisträger Irving Langmuir fand 1921 mithilfe einer „Rechenmaschine“ numerisch einen periodischen Orbit im Heliumatom mit dem sich bestimmte Eigenschaften des Heliumatoms richtig beschrieben ließen. Seither hat sich nur eine einzige Forschungsarbeit dem Versuch einer theoretischen Beweisführung der Existenz dieses Langmuirorbits gewidmet, obwohl viele numerische Resultate darauf aufbauen. In Zusammenarbeit mit den Professoren Kai Cieliebak und Urs Frauenfelder der Universität Augsburg hat der Referent Dr. Martin Schwingenheuer einen Beweis gefunden.
Die wesentlichen Ideen (schülergerecht!) der Beweisführung und die Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens in den Naturwissenschaften sollen hierbei im Vortrag dargestellt werden.
Die Veranstaltung findet in Form einer Teams-Besprechung (online) statt. Nutzen Sie zum genannten Termin diesen Teilnahmelink.

