_“Die PrimeTime des Lebens ist genau jetzt!“_ 1587 Plätze waren im KuKo voll besetzt, um mit den 667 Abiturienten der FOS und BOS Rosenheim ihren Abschluss festlich zu feiern.
%TWISTY{showlink=“Mehr …“ hidelink=“Schließen“}%Neun von ihnen haben einen Notendurchschnitt von unter 1,5 erreicht, darunter Veronika Kafl aus der 13. Klasse Wirtschaft, als beste Schülerin. 109 Schüler durften sich über ein allgemeines oder fachgebundenes Abitur freuen. Die Zeugnisse wurden von den Klassenleitern nach der festlichen Gala jedem Schüler persönlich überreicht.
Susanne Braune und Kai Horche, zwei Lehrer an der Schule, verliehen als Moderatoren dem Abend einen galanten Touch und geleiteten als erste Rednerin Hedi Kribitzneck, Vorsitzende des Elternbeirats, auf die Bühne. Sie beglückwünschte die Schüler zu ihrem großen Erfolg, bedanke sich für die gute Zusammenarbeit mit den Funktionären der Schule und verlieh ihrer Freude Ausdruck, dass der Elternbeirat die Theatergruppe unter Iris Bentz bei ihrer gelungenen Aufführung unterstützen durfte. Auch wurde durch dessen Mithilfe der Aufenthalt der Sozialklassen in Großholzhausen und damit deren Austausch über die fachpraktische Ausbildung in sozialen Bereichen ermöglicht, der stets eine psychische Belastung mit sich bringe. Durch die Anschaffung von Sporttrikots habe man der sportlichen Betätigung der Schüler Respekt gezollt und dem sozialen Einsatz derer durch die Unterstützung des Tag des Ehrenamtes. Damit eine fachpraktische Ausbildung der Schüler auch im Ausland gewährleistet werde, habe man hinter dem Schüleraustausch in verschiedene europäische Länder gestanden. Nicht zuletzt wurden der SMV 2.600 Euro für deren schulisches Engagement zur Verfügung gestellt. Hedi Kribitzneck schloss ihre Rede mit zwei bayerischen selbst verfassten Gedichten, wobei das letztere amüsant daran erinnern sollte, dass es wichtig sei, das Abitur zu feiern, man aber nie vergessen sollte, was die Folgen seien, sollte man diese Feierlichkeiten übertreiben.
Für die Abiturienten kamen die Schülersprecher Johannes Doenicke, Julia Pachaly und Felix Schenk auf die Bühne. Sie verglichen in ihrer humorvoll ironischen Abschlussrede den Werdegang, hin zum Abitur, mit einer Love-Story, sicherlich unterbrochen mit dem einen oder anderen Shrek, aber dann auch Gefühlen wie bei 50 shades of grey. Nach der zehnten Klasse habe man sich gefühlt wie der König der Löwen und der Step up 2 ebnete die Bahnen zu dem heutigen Abend, wenn auch mit dem einen oder anderen Hang over. Abitur 20.15. Hört sich ziemlich stark nach PrimeTime an. Die PrimeTime unseres Lebens, die ist genau jetzt, jubelte Julia Pachaly und erinnerte mit ihren Kollegen daran, dass die erste Klasse mit viel Honig im Topf angefangen habe. Der erste StepUp habe zum selbstständigen Lernen geführt und man habe gekämpft wie Braveheart. Ab und an habe es ein Frühstück bei Tiffany gegeben, anstatt pünktlich in der Schule zu sein und der Schulalltag habe Gute Zeiten schlechte Zeiten gebracht, wie zum Beispiel im Französischunterricht, der schon einmal ein verständnisloses Kokowääh? entlockt habe. Mathematik sei für manchen das Traumschiff Surprise gewesen und die Multiple Choice Aufgaben in Englisch hätten an 1,2 oder 3 erinnert. Doch jetzt stünden sie vor dem Day after Tomorrow, daher gelte es vorab, einfach einmal den Moment zu genießen, das Abitur gemeistert zu haben, um dann durch den Abschluss gestärkt, in eine erfolgreiche Zukunft zu gehen. Ihr Ausflug durch die Film- und Serienwelt Hollywoods strafte ihre eingangs betonte Feststellung Lügen, dass sie nicht wüssten, wie man eine Rede halte, wären sie sich im Deutschunterricht doch ab und an vorgekommen, wie im Club der toten Dichter und hätten sich ab und an gedacht Fack ju Göthe. Zum Abschluss bedanken sich die Redner bei ihren Betreuern Thomas Schlecht und Florian Parzefall sowie beim Big Boss, Dr. Marko Hunger und seinem Stellvertreter, Klaus Kaube für deren Unterstützung.
Nach dem tobenden Applaus der Anwesenden verglich die stellvertretende Landesrätin Andrea Rosner die heutige Schulzeit mit der der Flower Power Generation, der sie selbst angehört habe und freute sich darüber, dass die damalige Engstirnigkeit, gegen die sie damals gekämpft habe, nun einer Öffnung der Grenzen weiche. Dies eröffnet Ihnen ungeahnte Möglichkeiten, wie sie betonte, wie auch, dass die Abiturienten daher keine Angst vor der Zukunft haben sollten. Feiern Sie, als gäbe es kein Morgen, stehen Sie danach auf und gehen Sie neugierig Ihr Leben an!
Schulleiter Dr. Marko Hunger nahm den Gedanken Andrea Rosners auf und warb für Europa als Rahmen für einen grenzüberschreitenden Erfolg. So haben europäische Einstellungen, Haltungen und Ideen, die sich über die Geschichte entwickelt haben und weiter entwickeln, weltweit eingeschlagen, allen voran die Toleranz, die es nun zu bewahren gelte. Dr. Hunger zitierte dazu Voltaire, der dies so formuliert habe: Monsieur, ich bin nicht Ihrer Meinung, aber ich würde mein Leben dafür geben, dass Sie Ihre Meinung äußern können. Ich empfinde es als großes Glück, dass wir Ihnen in Fächern wie Deutsch, Sozialkunde, Religion, Ethik und Geschichte den steinigen Weg unserer Gesellschaft zu dieser Einstellung zeigen durften und ich hoffe, dass Sie selbst im Rückblick sagen können: Ich hatte tolerante Eltern, tolerante Chefs, tolerante Lehrer, die zwar Grenzen setzten, aber nur, wenn es notwendig war. Dieser Gedanke führte Dr. Hunger zu einem weiteren Aspekt Europas, der Freizügigkeit, das Recht dort zu leben und zu arbeiten, wo man persönlich gerne sein möchte und wo man die größten Chancen für sein Lebensglück vermutet und zugleich zu einem Appell gegen die Bestrebungen einiger europäischen Länder, diese durch neuerliche Grenzziehungen einzuschränken. Daher sei es Ziel der Schule, diesen europäischen Gedanken zu vermitteln, nicht zuletzt durch den Schüler- und Lehreraustausch in andere europäische Länder. Nach seinem Dank an die Verwaltung, die Eltern und Elternbeiräte wie an den Förderverein und nicht zuletzt an das Landratsamt, für deren tatkräftige Unterstützung, ermutigte er die Abiturienten, sich etwas zuzutrauen, die Dinge in die Hand zu nehmen und Europa mit zu gestalten. Das Rüstzeug dafür haben Sie bei uns erhalten, jetzt müssen Sie es nur noch mutig anwenden.
Für die gelungene feierliche Umrahmung sorgten musikalische Beiträge der Schüler und Lehrer, geleitet von Monika Hagitte. Diese gipfelten in einem gemeinsamen Auftritt des Lehrer- und Schülerchors mit dem Lied Happy, von Pharrell Williams, das alle Anwesenden für den darauf folgenden Abi-Ball im Rizz Rosenheim bestens einstimmte.%IMAGEGALLERY{size=“medium“ limit=“10″ include=“20150709-Abschlussfeier*“}%%ENDTWISTY%

