Einen stimmungsvollen Abschied bereitete die Staatliche Fachoberschule und Berufsoberschule Rosenheim ihren diesjährigen Abiturientinnen und Abiturienten. Das Ballhaus in Rosenheim war in einer aus Platzgründen in zwei Durchgängen abgehaltenen Abschlusszeremonie jeweils voll besetzt: mit Absolventen, Ehrengästen, Angehörigen, Freunden und Lehrern. 21 Abiturienten haben einen Notendurchschnitt von 1,5 oder besser erreicht, darunter Enis Tola als bester Schüler. Mehr als 500 Schüler freuten sich über die allgemeine Hochschulreife, die fachgebundene Hochschulreife oder die Fachhochschulreife.
%TWISTY{showlink=“Mehr …“ hidelink=“Schließen“}%Rosenheim – Der 7. Juli war für die 513 Abiturientinnen und Abiturienten der FOS/BOS Rosenheim der Tag, den wohl viele als einen der Meilensteine in ihrem Leben in Erinnerung behalten werden: Mit dem Erhalt ihrer Abschlusszeugnisse taten sie offiziell den ersten Schritt ins sogenannte wahre Leben.
Den würdigen Rahmen für dieses wichtige Ereignis bot dabei in diesem Jahr zum ersten Mal das Ballhaus in Rosenheim, in dem die Abiturfeier aufgrund des für eine Veranstaltung dieser Größe doch etwas begrenzteren Platzangebots in zwei Durchgängen mit identischem Programm erfolgte. So fand man sich also, im Anschluss an einen sehr feierlichen und hauptsächlich von Schülern selbst organisierten und durchgeführten Gottesdienst in der Erlöserkirche, im Ballhaus ein. Nach einer stimmungsvollen musikalischen Begrüßung des Publikums, das sich aus den festlich gekleideten Absolventen selbst, Ehrengästen, Eltern, Angehörigen, Freunden und Lehrern zusammensetzte, eröffneten die Lehrer Susanne Braune und Kai Horche charmant das abwechslungsreiche Programm des Abends. Die musikalische Gestaltung übernahm dabei die große Anerkennung verdienende Schulband, unterstützt von den Lehrerinnen Monika Hagitte und Dorotheé Pusch. Schon mit dem ersten Stück ließ der Saal sich in Hochstimmung versetzen. Dabei gab es im Laufe des Abends auch feierliche und nachdenkliche Momente. So betonte Schulleiter Dr. Marko Hunger in seiner Rede, dass sich die Schüler in Zeiten perfekt und als eine nicht zu enden scheinende Folge von Höhepunkten inszenierter Biographien auf den sozialen Netzwerken von dem immer stärker werdenden Erfolgsdruck im beruflichen sowie im privaten Leben nicht zu sehr unter Druck setzen lassen sollten. Manchmal helfe es, sich zurückzulehnen und darüber nachzudenken, was man schon erreicht habe, statt ständig darüber zu sinnieren, was man unbedingt erreichen sollte oder müsste, um ja nicht hinter den vermeintlichen Vorbildern aus dem Netz zurückzubleiben. Zu jedem Erfolg gehöre auch eine Portion Glück und echte Erfolge ließen in der Regel ohnehin etwas auf sich warten. Dabei solle man sich ruhig Zeit nehmen, sich im Leben zu orientieren, eine ganz eigene Definition von Glück zu finden und sich immer auch den Dingen widmen zu können, die einem Freude machen. Obwohl es gar nicht immer so leicht sei, zu wissen, was man im Leben wolle, sei mit dem Ende der Schullaufbahn die Möglichkeit zur eigenständigen Lebensgestaltung für die Absolventen nun also endlich gekommen, und so gab er den Abiturientinnen und Abiturienten noch die Worte des amerikanischen Psychologen Abraham Maslow mit auf den Weg: Ab jetzt müssen Sie tun, was sie wollen. Zuletzt sprach Herr Dr. Hunger nicht nur den Absolventen nochmals seine herzlichen Glückwünsche aus, sondern bedankte sich auch bei allen, die diese auf ihrem Weg tatkräftig unterstützten: bei den Eltern und den Elternbeiräten, den Lehrern, der Verwaltung der Schule, dem Förderverein und der SMV. Außerdem bedankte er sich bei Herrn Josef Berthaler, dem ersten Landrat, der das Landratsamt persönlich vertrat, und bei Frau Dr. Beate Burkl, der dritten Bürgermeisterin der Stadt Rosenheim, für ihr Kommen und die stets gute Zusammenarbeit mit dem Landratsamt und der Stadt. Im Anschluss wurden alle Klassensprecher für ein Foto auf die Bühne gebeten, bevor dann als weitere Repräsentanten der Abiturienten die Schülersprecher Annika Futh und Josef Schärfl auf die Bühne kamen, die sich in den vergangenen Jahren im Rahmen der Schülermitverantwortung ganz besonders für die Schulgemeinschaft engagiert hatten. Sie ließen in ihrer Rede den doch teils beschwerlichen Weg zum Abitur noch einmal Revue passieren, freuten sich auf das, was nun vor ihnen liegt, und stellten auch hier ganz besonders die Menschen in den Vordergrund, die sie auf diesem Weg begleitet und motiviert haben. Eine folgende Videocollage stieß auf regelrechte Begeisterung bei den Schülern und schien ganz besondere Erinnerungen zu wecken: an das Sportfest im letzten Jahr, die Teilnahme am fpa-Europa Austausch, den Wettbewerb um das lustigste und verrückteste Klassenfoto, den Ehrenamtstag, das Weihnachtskonzert der Schule, die Nikolaus-Aktion der SMV und viele andere Highlights des letzten oder der letzten Schuljahre. Hier glaubte man so manchem doch auch etwas Wehmut ob des nahenden Abschieds anzumerken. Landrat Wolfgang Berthaler ging in seiner anschließenden Rede zunächst auf das gute Verhältnis ein, das die Berufliche Oberschule mit ihrem Sachaufwandsträger, dem Landratsamt, verbinde. Das Konzept FOS/BOS scheine immer mehr im Trend zu liegen und so könne sich auch die Staatliche Fachoberschule und Berufsoberschule Rosenheim schon seit Jahren stetig wachsender Schülerzahlen erfreuen. Bei so viel Wachstum ist es nicht verwunderlich, dass der Gebäudekomplex langsam an seine Kapazitätsgrenzen stößt, doch auch hier befinden sich Schule und Landratsamt bereits in sehr produktiven Gesprächen bezüglich einer Erweiterung. Ein Baubeginn im Jahr 2020 wurde zuversichtlich in Aussicht gestellt. Im zweiten Teil seiner Rede ging Herr Berthaler auf die Abiturienten selbst ein und ermunterte sie dazu, nach dem erfolgreichen Abschluss nun optimistisch auf den Arbeitsmarkt zu blicken, auf dem es gerade auch in der heimatlichen Region für gut ausgebildete und motivierte junge Menschen eine Vielzahl an interessanten Möglichkeiten und Chancen gebe. Schließlich galt es noch, die Besten des Jahrgang zu ehren: also all die Schüler und Schülerinnen, die es geschafft haben, eine Durchschnittsnote von 1,5 oder besser zu erreichen. Sie wurden der Reihe nach auf die Bühne gebeten und vom Landrat Herr Berthaler sowie vom Schulleiter Dr. Marko Hunger geehrt und mit einem kleinen Geschenk bedacht. Im Anschluss wurde allen Absolventen von ihrem jeweiligen Klassenleiter nochmals persönlich gratuliert und das Zeugnis überreicht. Nach Beendigung dieses offiziellen Teils nutzten nicht wenige Schüler und Lehrer die Gelegenheit, den Abend im Ballhausgewölbe ausklingen zu lassen und bei einer von der SMV organisierten Party die Abiturienten noch einmal richtig zu feiern, bevor sie sich wirklich aufmachten, das zu tun, was sie wollen.%ENDTWISTY%

