FS 13 in Wien: Wo ist denn jetzt die Couch?

An den ersten beiden verlängerten Wochenenden des Dezembers begaben sich die beiden 13. Sozialklassen auf Spurensuche nach Wien. Die Zeit Sigmund Freuds und die Psychoanalyse waren das Thema. Dazu besuchten sie zunächst natürlich das Freud Museum in der Berggasse 19. Hier lebte und arbeitete der Vater der Psychoanalyse 47 Jahr lang, bis er vor den Nationalsozialisten nach London fliehen musste. Eine weitere Station war der Narrenturm, der als die erste psychiatrische Anstalt Europas gilt. Hier werden über 50.000, zum Teil recht gruselige, pathologische Präparate ausgestellt, zu denen uns die FührerInnen sehr eindrucksvolle Geschichten erzählen konnten. Nachdem alle SchülerInnen hier wieder entlassen wurden, stand das Josephinum mit seiner medizinischen Wachsmodell-Sammlung auf dem Plan.

Dicke Jacken und Mützen erforderte die Stadtführung auf den Spuren von Sigmund Freud. Hier erforschen wir das Universitätsviertel, Freuds zum Tarocken bevorzugtes Café, das Billroth-Haus der Wiener Ärztevereinigung, ein pathologisches Institut, die Ehrengalerie im Hof der Universität bis hin zum Freud Denkmal im neuen Teil der Uni Wien. Aber auch weitere Eindrücke aus früheren Zeiten rundeten das Bild ab. So bekamen wir Führungen durch das Hundertwasser Museum (sogar von Hundertwassers Privatsekretärin) und durch die Otto-Wagner-Kirche am Steingrund – ein wahres Juwel des Jugendstil. Eine Klasse erweckte die Kirche musikalisch zum Leben durch ihren spontanen Gesang. Dass neben dem sehr umfangreichen Programm noch Energie für Besuche der diversen Weihnachtsmärkte war, spricht für das große Durchhaltevermögen unserer SchülerInnen. Und die berühmte Couch? Die haben wir leider nicht gesehen, denn die steht im Freud Museum in London – also … ?!?